Die Gemeinde Lommersweiler

Zur Gemeinde Lommersweiler gehörten die Weiler Neidingen, Galhausen, Breitfeld, Wiesenbach, (Dreihütten), Steinebrück, Weppeler, Alfersteg (Teil), Schlierbach, Setz, Atzerath, Mackenbach, Heuem und Lommersweiler.


Bürgermeister der Gemeinde

  • HUBERT DEMOULIN  (1802 – 1824)
    Er beherrschte die deutsche Schriftsprache aber nicht hinreichend und bediente sich daher mit stillschweigender Gestattung des Landrates des Französischen. Diese war in der Franzosenzeit Amtssprache; auch schon in luxemburgischer Zeit, selbst in den sogenannten "deutschen Quartieren" bevorzugte Beamtensprache gewesen.
  • STRAHSER  (1824 – 1837)
    Am 16. Dezember 1837 wurde Strahser, infolge Verlegung seines Wohnsitzes von Schönberg nach Losheim, von der Verwaltung hiesiger Bürgermeisterei entbunden.
  • ALEXANDER DEMOULIN (1837 – 1858)
    Er übernahm die Nachfolge am gleichen Tag. Während seiner Amtszeit ließ die Gemeinde die Straße St.Vith – Steinebrück bauen. Demoulin wurde beschuldigt, den Straßenbau als Unternehmer ausgeführt zu haben. Außerdem wurde ihm zur Last gelegt, für den Bau der Straße Steine aus einem durch ihn eröffneten Steinbruch geliefert zu haben. Gemäß Urteil des Friedensgerichtes von St.Vith vom 27. Mai 1857 wurde der Bürgermeister für schuldig erklärt. Das Königliche Landgericht zu Aachen betätigte das Urteil des St.Vither Friedensgerichtes. Alexander Demoulin wurde aus seinem Amte entlassen (1858).
  • PETER MARAITE (1858)
    Am 1.März 1858 wurde Peter Maraite als kommissarischer Bürgermeister eingeführt. Seine Amtszeit war von kurzer Dauer und war auf zwei Gemeinderatssitzungen beschränkt.
  • FRANZ REINKENS (1858)
    Er führte den Vorsitz nur in zwei Sitzungen (28.05.1958 und 25.06.1958).
  • ANTON VON MONSCHAW (1858)
    Laut Verfügung vom 3. August 1858, wurde die kommissarische Verwaltung der Bürgermeisterei dem Landgerichtsrat Anton von Monschaw übertragen. Die Einführung fand statt im Gemeindelokal zu Heuem am 20. August 1858 durch den Landrat Major Frühbuss.
  • GABRIEL ZIERDEN (1859)
    Am 23. Mai 1859 wurde de Gutsbesitzer Gabriel Zierden zu Heuem zum Bürgermeister von Lommersweiler ernannt. Am 29. November 1859 wurde Zierden vom Gemeinderat als Kreistagsabgeordneten gewählt an Stelle des ehemaligen Bürgermeisters Demoulin.
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  • JOHANN SCHITT (19201932)
  • JAKOB JODOCY (1932 – 1940 sowie 1945 – 31.12.1964)

  • ANTON MERSCH (1965 – 31.12.1970)

  • CHRISTOPH BACKES (01.01.1971 – 31.12.1976)
  • KARL KREINS (01.01.1977 – 31.12.1982) (Fusionsgemeinde)
  • WILHELM PIP (01.01.1983 – 31.12.1988)
  • ALBERT GEHLEN (01.01.1989 – 31.12.1994)
  • ERNST THOMMESSEN (01.01.1995 – 31.12.2000)
  • CHRISTIAN KRINGS (01.01.2001

 

Gemeindechronik

Am 8. April 1825 wurden die Bürgermeister aufgefordert, eine Gemeindechronik anzulegen. Diese sollte enthalten: Veränderungen in der Verwaltung, Pfarreien und Schulen, Unglücksfälle, Epidemien bei Menschen und Tieren, Vermächtnisse für Kirchen, Kriegsereignisse,... und andere wichtige Begebenheiten.

  • Die Landräte sollen die vorschriftsmäßige Führung der Chronik prüfen.
  • Die Chronik beginnt 1826 mit einem Aufsatz über die politische Zugehörigkeit bis zur Gründung der Gemeinde: "Die Gemeinde Lommersweiler stand bis zur Zeit, wo sie unter französische Herrschaft kam, unter Luxemburger Regierung und machte einen Teil des Hochgerichts von St.Vith aus, welches anfangs unter spanischer und später unter österreichischer Landeshoheit stand.
    Laut eines Dekrets der französischen Republik vom 28ten Pluviose VIII. Jahr (17. Februar 1800) gehört die Gemeinde Lommersweiler nicht zu den vier vereinigten Departementen, sondern wurde am nämlichen dato mit dem Departement der Ourthe, wovon Lüttich der Hauptort und Sitz des Prefekten gewesen, mit Frankreich vereinigt.
    Durch den Pariser Frieden von 30. Mai 1814 ist die Gemeinde Lommersweiler von Frankreich wieder aufgelöst und in Gemäßheit der im Frühjahr 1815 zwischen den hohen verbündeten Mächten zu Wien stattgehaltene Verhandlungen und Beschlüsse und darauf gegründeten Verträge der Krone Preußens angefallen.
    Nach dem allerhöchsten Patent d.d. Wien den 15. April 1815 vermittelst welchem Seine Majestät der König von Preußen Friedrich Wilhelm III. von den Entschädigungsprovinzen am Rhein Besitz genommen, ist die Gemeinde Lommersweiler dem Großherzogtum Niederrhein zugeteilt, und bei erfolgter Abgrenzung des Verwaltungsbezirkes der Königlichen Regierung von Aachen im Jahre 1816 mit der aus mehreren Gemeinden bestehenden Bürgermeisterei Lommersweiler dem landrätlichen Kreise St.Vith zugefallen, bei Auflösung dieses Kreises am 16. Januar 1821 aber mit dem Landkreise Malmedy vereint worden, dem sie in administrativer Hinsicht gegenwärtig noch angehört.
    Ferner gehört sie gegenwärtig in katholischen Kirchen-Sachen zur Erzbischöflichen Diözese Köln, in Justiz-Sachen zum Königlichen Friedensgerichte nach St.Vith und zum Königlichen Landgericht zu Aachen, in Militärischer Hinsicht zum 25. Aachener Landwehr-Regiment."