Dankeschön für 10 Jahre „Leben in der Gemeinschaft“

Grenz-Echo 29.09.2003
(von Gerd Kohnenmergen)


Behinderten – Wohngemeinschaft feiert zehnjährige Präsenz in der Ortschaft Lommersweiler

Dankeschön für 10 Jahre „Leben in der Gemeinschaft“




Lommersweiler. - „Leben in der Gemeinschaft“ – dieser Leitgedanke gilt nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern für alle Menschen. Was namentlich in den Wohngemeinschaften der Eifel, genauer in Deidenberg und in Lommersweiler, nachhaltig unter Beweis gestellt wird.


Echtes Zuhause

Auffallend positiv dabei vor allem, dass bzw. wie sich das Haus und die Wohngemeinschaft in die Ortschaft Lommersweiler eingliedern. Die Vorsitzende de Voe, Gisela Heinen wies noch mal eindringlich auf die Bedeutung dieses Miteinanderlebens hin. Für die in diesem Anwesen lebenden behinderten Menschen ist die Wohngemeinschaft ihr „Zuhause“ – ein Haus der Geborgenheit, des Verstehens, der Behaglichkeit und der Geselligkeit. Für dieses Miteinanderleben ist die Mithilfe aller unentbehrlich – dafür wollten die Verantwortlichen und die Behinderten selbst am Samstagnachmittag aufrichtig Danke sagen.

Es sind genau zehn Jahre vergangen, seit dieses Gemeinschaftsleben zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten mit der Einrichtung einer Wohngemeinschaft auch in Lommersweiler konkret in die Tat umgesetzt wurde. Am Samstagnachmittag wurde dieses kleine Jubiläum zu Recht gebührend gefeiert. Es galt vor allem, denen zu danken, die dieses neue „Zuhause“ für heute insgesamt zehn behinderte Mitmenschen in den vergangenen zehn Jahren in irgendeiner Weise gefördert und unterstützt haben.


Hohe Integration

Zu Gast in Lommersweiler war auch Minister-Präsident Karl-Heinz Lambertz, der näher auf die Bedeutung des Schlagworts „Gemeinschaft“ einging. „Wenn wir das Wort Gemeinschaft hören, denken wir zwangsläufig an die Deutschsprachige Gemeinschaft und ihre Institutionen. Gemeinschaft steht gleichfalls für das Wohnhaus in Lommersweiler, nämlich die Wohngemeinschaft.“ Doch das „gemeinsam leben“ berge die wahre Bedeutung des Wortes. Und das werde in Lommersweiler tagtäglich eindrucksvoll in die Tat umgesetzt: „Behinderte und nicht-behinderte Menschen leben zusammen.“

Zufrieden und stolz zeigte sich auch Werner Greimers, Präsident der Dienststelle für Personen mit Behinderung. Die Wohngemeinschaft in Lommersweiler besteht aus einer heterogenen Gruppe, d.h. Behinderte mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten.

Das Zusammenleben zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten werde in diesem Haus und in der Ortschaft aktiv und eindrucksvoll „gelebt“. Sein Dank und seine Anerkennung galten vor diesem Hintergrund besonders den Gründern, Haupt- und Ehrenamtlichen sowie allen, die diese Gemeinschaft in den zehn Jahren unterstützt haben.
Auch das Rahmenprogramm unterstrich nochmals diesen Gedanken des Miteinanderlebens. Die Musikgruppe „La Recherche“ mit insgesamt siebzehn Mitgliedern (sowohl Behinderte wie Nicht-Behinderte) sorgte mit ihren musikalischen Darbietungen für Stimmung im kleinen Festzelt. In diesem Jahr ist die Gruppe im Rahmen des Jahres für Menschen mit Behinderung bereits mehrmals öffentlich aufgetreten.



Breite Beachtung fand beim Geburtstag in Lommersweiler des Ständchen, das die Gruppe „La Recherche“ brachte. Hier sind seit drei Jahren Behinderte und Nicht-Behinderte musikalisch tätig.